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Surfen Neu Seeland

Surfing in Bay of Plenty New Zealand - photo courtesy of Tourism Bay of Plenty

 

Tief im südlichen Ozean, zwischen den gemäßigten 35 und 50 Breitengraden, liegt Neuseeland in einem Wetterzyklus, in dem sich warme Tiefdruckluft des Äquators mit kalter Hochdruckluft des Südpols trifft. Im Englischen wird diese Lage mit ihren steten, hohen Windgeschwindigkeiten, die Roaring Forties, also die stürmischen vierziger, genannt. Neuseeland liegt ganz im Einflussgebiet dieses Phänomens und die Fluten werden aus der Tiefe empor gezogen. Aber das ist nicht alles. Neuseeland kann von Seegang aus allen Richtungen betroffen sein. Wellen entstehen in südlicher, nördlicher, östlicher wie westlicher Richtung. Aus diesem Grund bietet Neuseeland Möglichkeiten für verschiedene Surfsportarten, die sich auf die Küsten beider Inseln verteilen. Die Bedingungen variieren und damit auch die Wellen, wodurch jeder Surfer hier auf seine Kosten kommt.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Surf-Leidenschaft hier sehr groß ist, denn die 6000km lange Küstenlinie in exponierter Lage beschert zu jeder Zeit gute Bedingungen mit nur wenigen Surfern. Damit finden Sie hier eines der besten Surfgebiete in der Südhemisphäre. Auch die verschiedenen Wellenbrecher sind einfach genial. Barrel Wellen rollen hier an den unberührten weißen Strand der Ostküste und die lauten Frachtzüge donnern die zerzausten Strände der Westküste entlang. Probieren Sie unbedingt die 1km lange Spaßtour in den `supertubes´ von Ahipara aus und vergessen Sie dabei auch nicht die immer perfekten peeler Wellen in dem Surfgebiet schlechthin: Raglan. Dunedin steht mit riesigen steamrollers und Malibu-style Wellen in Murderer’s Bay genauso hoch im Kurs wie die samtweichen tunnels in Gisborne.

An unseren Stränden können Sie das ganze Jahr surfen. Auf der Nordinsel sind die Temperaturen im Sommer (Dezember bis März) hoch und ein Neoprenanzug benötigt man meist nicht. Die Gewässer der Nordinsel sind dagegen kühler und erfordern generell einen Neoprenanzug.  Durch die langgezogene Form der Inseln kann man schnell von Küste zu Küste gelangen und das heißt natürlich, dass die attraktiven Wellenbrecher nie weit entfernt sind. Ein Blick auf die lokale Wetterkarte zeigt Ihnen sofort, welche Küste den besten Seegang hat.

Die Surfkultur in Neuseeland ist einzigartig in dem Sinne, dass sie sich aus der Lebensrettungsbranche entwickelt hat. In anderen Ländern hat sich das Surfen als Teil eines alternativen Lebensstils von Faulenzern etabliert. Bei uns ist es ein Sport für jeden und keinem bestimmten Stereotypen von Mensch zu zuordnen. Im Wasser können neben Ihnen ein Arzt, ein Anwalt, Installateur oder Maler sein. Dieser Wassersport ist hier so populär unter jungen Neuseeländern, dass man in einigen high schools sogar im Sportunterricht Surfen kann. Wir sehen es als Gelegenheit, die Natur und die Elemente herauszufordern. Etwas dort draußen bezwingen, was man nur für kurze Zeit bezwingen kann. Surfen ist heute in Neuseeland eine der am schnellsten wachsenden Freizeitsportarten. 

 Big-Wave Surfing tief im Süden

Deep South ist eine Region, die sich von Dunedin bis zum unteren Ende der Südinsel erstreckt. Geografisch gesehen ist diese Gegend ungeschützt gegenüber dem starken, beständigen Seegang des Southern Ocean, der sich zwischen 1-3m, aber regelmäßig auch zwischen 4-6m und mehr das Jahr über bewegt. Wellen, die jeden Wellenreiter nur so träumen lassen. Wenn Sie das Abenteuer suchen und alles riskieren, dann ist die Deep South big-wave Szene, die sich gerade anfängt zu entwickeln, für Sie das richtige. Eine kleine, aber bedeutsame Gruppe interessierter und fähiger Surfer, die sich immer weiter in die gewagteren Teil des Ozeans paddelt. Centre (Rarotoka) Island und Papatowai waren Gegenden, die früher eher selten, in den letzten 2 Jahren aber regelmäßiger gesurft wurden. Neuentdeckungen und vorher unbezwingbare Shark-Island Wellentypen brachten die in Versuchung, die gewillt waren, mit den Konsequenzen und der Kälte umzugehen.

Aber in Neuseeland hat Größe ihren Preis. Die großen Wellen, mit denen dieser Teil des Landes als einziger gesegnet ist,  bringen im Gegenzug beißende Kälte und radikales Wetter mir sich. Sogar an klaren und sonnigen Tagen ist eine volle Ausrüstung von Kopf bis Fuß unabdingbar. An Wintertagen stürmt der Wind oft mit so großer Stärker, dass man den Fuß eher nicht vor die Tür setzt und das gilt dann sogar für die Farmer.

Einige der Top Spots

Raglan Beach

Berühmt für Surfing, Musik, Künstler, Cafés und alternativen Lebensstil ist Raglan, ein kleiner Ort nur 35 Minuten von Hamilton und gerade mal zwei Stunden von Auckland entfernt. An diesem abgelegenen Platz der Westküste der Nordinsel können Sie entspannen und einen der zahlreichen schwarzen Strände besuchen: Schwimmen, Surfen, body boarding oder einfach nur Sonnenbaden, hier ist’s ideal. Die Gegend ist weltbekannt als Surfgebiet und bietet die besten Wellen in Neuseeland, vor allem in den nahe gelegenen Buchten Whale Bay und Manu Bay. Dort rollen glasklare left handers roll Wellen an den Strand. In der Nähe finden Sie auch die Bridal Veil Wasserfälle, die mit einer Fallhöhe von 60 Metern beeindruckend anzusehen sind.

Piha

Piha mit seiner Reputation für klasse Wellen ist Aucklands beliebtester Strand an der Westküste und ist wahrscheinlich der bekannteste Strand direkt hinter Raglan. Hier entstand in Neuseeland 1956 das board riding und ist Schauplatz nationaler wie internationaler Surfmeisterschaften. Dieser schwarze `ironsand beach´ ist berüchtigt für seine (Rück-)Strömung und daher für Anfänger nicht empfehlenswert. Zwei Surf-Rettungclubs beaufsichtigen den Strand im Sommer.

Gisborne Surfers Paradise

Ist Ihnen nach einem echten, entspannten Kiwi Surfstädtchen, das sich mit bestem Wetter und abwechslungsreichen Wellenbrecher für jeden Surfer anpreist? Gisbornes tolle Surfstrände ziehen Surfer seit den frühen 60er Jahren an. Die Küste steht unter dem Einfluss eines langgezogenen Seegangs, der von Osten und Süden kommt, so dass man gewöhnlich immer eine Welle an den hiesigen Stränden surfen kann. Surfen bei Sonnenaufgang ist hier ein besonderes Erlebnis, denn Gisborne ist der Ort in der Welt, in dem die Sonne zuerst aufgeht.
Makorori Point (8km von Gisborne) ist bekannt für sein Surfgebiet und bringt alle Voraussetzungen für einen perfekten Surfertreff mit sich. Right-hander breaks brechen sich über flachen Riffsystemen und bringen langgezogene Wellen ins rollen, von denen Surfer nur träumen können. Erwischen Sie den süd- bis südwestlichen Seegang und erleben Sie Wellen von ca. 2 Metern in der Mitte des Gezeitenwechsels bis zur Flut. Hier können Sie die legendäre Welle erleben, die Ihnen für immer im Gedächtnis bleiben wird. 

Zusammenfassung

Was immer Sie sich auch an Abenteuern im Wellenreiten wünschen, finden Sie an unseren Küsten und wird ergänzt durch atemberaubende Landschaft, menschenleeres Meer, Kiwi-Kultur und Freundlichkeit – genießen Sie alles und zwar gratis. 

 

     
 
 
   
Surfing in New Zealand

 

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